UNSERE FACHVORTRAGENDEN

Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH

Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH

Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin · Bereich Seniorenzahnmedizin,
Universität Leipzig

Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH, gehört zu den ausgewiesenen Expertinnen der Seniorenzahnmedizin. Sie ist Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin und Spezialistin für Seniorenzahnmedizin dieser Fachgesellschaft. An der Universität Leipzig lehrt sie Seniorenzahnmedizin und leitet den Bereich Seniorenzahnmedizin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde.

Neben ihrer zahnmedizinischen Expertise verfügt sie über einen Master of Public Health sowie eine zahntechnische Ausbildung und ist Spezialistin für Zahnärztliche Prothetik und Biomaterialien. Von 2006 bis 2024 war sie in leitender Tätigkeit an der Klinik für Allgemein-, Behinderten- und Seniorenzahnmedizin der Universität Zürich tätig; seit 2006 ist sie Oberärztin an der Universität Leipzig. 2009 wurde sie dort zur außerplanmäßigen Professorin ernannt.

2024 wurde Prof. Dr. Ina Nitschke mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt ihre langjährige wissenschaftliche und gesellschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Seniorenzahnmedizin.

Vortrag: Mundgesundheit und Demenz

Wechselwirkungen, gerostomatologischer Wohlfühlfaktor und ethische Aspekte?

Der Vortrag richtet den Blick auf die besonderen Herausforderungen in der Versorgung und auf die unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen beider Berufsgruppen.

Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Ausprägungen demenzieller Erkrankungen und Situationen, in denen Betroffene Schmerzen oder Beschwerden möglicherweise nicht eindeutig kommunizieren können. Dabei werden auch ethische und rechtliche Fragestellungen sowie die Grenzen zahnmedizinischer Behandlung thematisiert.

Gemeinsam für mehr Mundgesundheit: Wie können Pflege und Zahnmedizin ihr Wissen besser miteinander verbinden und dazu beitragen, dass sich Menschen mit Demenz auch in der zahnmedizinischen Versorgung möglichst sicher und gut aufgehoben fühlen?

Prof. Dr. rer. medic. Annett Horn

Prof. Dr. rer. medic. Annett Horn

Professorin für Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt Public Health Nursing ·
FH Münster

Prof. Dr. rer. medic. Annett Horn ist Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin, Pflegeexpertin für Menschen im Wachkoma und examinierte Krankenschwester. Nach ihrem Studium der Pflegewissenschaft an der Hochschule Osnabrück war sie unter anderem als Pflegewissenschaftlerin an der Universität Witten/Herdecke sowie als Senior Researcher an der Universität Osnabrück und der Hochschule Bielefeld tätig. 2007 promovierte sie an der Universität Witten/Herdecke.
Nach Vertretungsprofessuren für Pflegewissenschaft an der Universität Osnabrück und der FH Bielefeld ist sie seit September 2020 Professorin für Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Public Health Nursing an der FH Münster. Ihre wissenschaftliche Arbeit verbindet Pflegepraxis, Public Health und die Weiterentwicklung gesundheitlicher Versorgungsstrukturen.

Vortrag: Förderung der Mundgesundheit in der Pflege

Gemeinsam mit Dr. Elmar Ludwig

Expertenstandard, Workshop und Tipps 

Wie lässt sich Mundgesundheit wirksam und nachhaltig in den Pflegealltag integrieren? Im Mittelpunkt steht der 2023 veröffentlichte DNQP-Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“, der erstmals interdisziplinär von Pflege und Zahnmedizin entwickelt wurde. Der Vortrag zeigt seine Bedeutung für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Mundpflege und schlägt die Brücke von wissenschaftlicher Evidenz zur praktischen Umsetzung.

Anhand der Plattform „mund-pflege.net“ werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Pflege- und Praxisalltag vorgestellt. Dazu gehören geeignete Pflege- und Hilfsmittel, praktische Mundpflegetechniken für Menschen mit Unterstützungsbedarf, der Umgang mit Zahnersatz und Mundtrockenheit sowie Möglichkeiten, diese Inhalte in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu vermitteln.

Von der Evidenz in den Pflegealltag: Prof. Dr. Annett Horn und Dr. Elmar Ludwig verbinden die Perspektiven von Pflegewissenschaft und Zahnmedizin und zeigen, wie interprofessionelle Zusammenarbeit dazu beitragen kann, Mundgesundheit dauerhaft in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu verankern.

Dr. Elmar Ludwig

Dr. Elmar Ludwig

Stellv. Vorsitzender im Ausschuss Alterszahnmedizin der Bundeszahnärztekammer ·
Referent für Geriatrische Zahnmedizin der LZK Baden-Württemberg

Dr. Elmar Ludwig ist seit vielen Jahren in der Alters- und Seniorenzahnmedizin tätig. Nach seiner Tätigkeit in der Zahnärztlichen Prothetik an der Universität Ulm von 2000 bis 2008 ist er seit 2009 in einer Gemeinschaftspraxis in Ulm niedergelassen. Seit 2014 betreut er als Kooperationszahnarzt pflegebedürftige Menschen in Einrichtungen und verfügt damit über langjährige praktische Erfahrung an der Schnittstelle zwischen ambulanter Zahnmedizin und Pflege.
Von 2019 bis 2023 wirkte er in der Arbeitsgruppe zum Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“ mit und ist seit 2019 Mitinitiator der Plattform „mund-pflege.net“. Von 2020 bis 2026 gehörte er dem Koordinatorenteam der S2k-Leitlinie „Zahnmedizinische Betreuung des geriatrischen Patienten“ an.

Vortrag 1: Förderung der Mundgesundheit in der Pflege

Gemeinsam mit Prof. rer. medic. Annett Horn

Expertenstandard, Workshop und Tipps 

Wie lässt sich Mundgesundheit wirksam und nachhaltig in den Pflegealltag integrieren? Im Mittelpunkt steht der 2023 veröffentlichte DNQP-Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“, der erstmals interdisziplinär von Pflege und Zahnmedizin entwickelt wurde. Der Vortrag zeigt seine Bedeutung für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Mundpflege und schlägt die Brücke von wissenschaftlicher Evidenz zur praktischen Umsetzung.

Anhand der Plattform „mund-pflege.net“ werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Pflege- und Praxisalltag vorgestellt. Dazu gehören geeignete Pflege- und Hilfsmittel, praktische Mundpflegetechniken für Menschen mit Unterstützungsbedarf, der Umgang mit Zahnersatz und Mundtrockenheit sowie Möglichkeiten, diese Inhalte in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu vermitteln.

Von der Evidenz in den Pflegealltag: Prof. Dr. Annett Horn und Dr. Elmar Ludwig verbinden die Perspektiven von Pflegewissenschaft und Zahnmedizin und zeigen, wie interprofessionelle Zusammenarbeit dazu beitragen kann, Mundgesundheit dauerhaft in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu verankern.

Vortrag 2: Zahnmedizinische Betreuung von Menschen mit Demenz

Herausforderungen und Maßnahmen

Wie lassen sich Menschen mit Demenz auch bei zunehmender Komplexität sicher und bedarfsgerecht zahnmedizinisch versorgen? Im Mittelpunkt stehen die Empfehlungen der S2k-Leitlinie „Zahnmedizinische Betreuung geriatrischer Patienten“ und deren praktische Umsetzung im zahnärztlichen Alltag. Dabei spielen insbesondere bei Menschen mit Demenz auch Fragen der rechtlichen Vertretung, Aufklärung und Behandlungsplanung eine wichtige Rolle.

Anhand konkreter Fallbeispiele aus Pflege und Zahnmedizin zeigt Dr. Elmar Ludwig unter anderem, wie Validation in der Behandlung eingesetzt werden kann, welche Maßnahmen bei Schluckstörungen zur Verringerung der Aspirationsgefahr beitragen und wie Schmerzen sowie Wunsch und Wille von Menschen mit Demenz besser eingeschätzt werden können.

Von der Prävention bis zur Grenze ambulanter Versorgung: Der Vortrag zeigt mögliche Therapiestrategien im ambulanten Setting und thematisiert zugleich Situationen, in denen eine ambulante Behandlung an ihre Grenzen stößt und eine interprofessionell abgestimmte stationäre Versorgung erforderlich werden kann.

Sabine Hornemann-Kriete

Sabine Hornemann-Kriete

Pflegefachkraft · Qualitätsmanagement und Pflegeberatung ·
Mitglied der Kammerversammlung der Pflegekammer NRW

Sabine Hornemann-Kriete ist erfahrene Pflegefachkraft und im Bereich Qualitätsmanagement sowie in der Pflegeberatung tätig. In einem regionalen Beratungsbüro begleitet sie Pflegebedürftige und Angehörige bei Fragen rund um Pflege und Versorgung – unter anderem zu Pflegegraden, Leistungen der Pflegeversicherung sowie Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.

Darüber hinaus engagiert sie sich berufspolitisch und regional für die Pflege. Als gewählte Vertreterin der Altenpflege im Regierungsbezirk Detmold gehört sie der Kammerversammlung der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen an und wirkt dort unter anderem in den Arbeitsgruppen Altenpflege und Qualitätsindikatoren mit. Zudem ist sie im Netzwerk Pflege im Kreis Höxter aktiv.

Vortrag: Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz 

Was die Zahnmedizin von der Pflege lernen kann

Wie gelingt Kommunikation und Zusammenarbeit, wenn Menschen mit Demenz Angst, Unruhe oder Abwehr zeigen? Der Vortrag richtet den Blick auf Erfahrungen und Strategien aus dem Pflegealltag, die auch für zahnmedizinische Behandlungssituationen wertvoll sein können.

Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen kognitiver Einschränkungen auf Kommunikation und Kooperation, der Umgang mit Abwehrverhalten sowie Möglichkeiten zur Vertrauensbildung und Deeskalation. Dabei wird auch die Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz aufgegriffen und auf Situationen in der Zahnarztpraxis übertragen.

Von der Pflege für die Zahnmedizin: Wie können verständliche Sprache, nonverbale Kommunikation und eine demenzsensible Beziehungsgestaltung dazu beitragen, Vertrauen aufzubauen, Abwehr zu reduzieren und zahnmedizinische Behandlungssituationen für Menschen mit Demenz besser zu gestalten?

Elvira Catikkas

Elvira Catikkas

Leiterin der Stabsstelle Grundsatzfragen & Strategie
KZV Nordrhein

Elvira Catikkas ist bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein tätig und leitet dort die Stabsstelle Grundsatzfragen & Strategie. In ihrer beruflichen Tätigkeit beschäftigt sie sich mit Fragestellungen der vertragszahnärztlichen Versorgung sowie deren organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen. Als Referentin bringt sie insbesondere ihre Expertise zu Kooperationsverträgen und deren praktischer Umsetzung ein.

Vortrag: Kooperationsverträge in der Praxis

Gemeinsam mit Andreas Kruschwitz

Kooperationsverträge schaffen die Grundlage für eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxen und Pflegeeinrichtungen – mit einem klaren Ziel: eine regelmäßige und wohnortnahe zahnmedizinische Betreuung pflegebedürftiger Menschen.

Doch welchen konkreten Nutzen bietet eine solche Kooperation für Zahnarztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Pflegefachpersonen und nicht zuletzt für die pflegebedürftigen Menschen selbst? Der Vortrag zeigt, wie eine gut organisierte Zusammenarbeit gestaltet werden kann und wie die beteiligten Seiten davon profitieren können.

Von der Kooperation zur praktischen Umsetzung: Neben den organisatorischen Aspekten richtet sich der Blick auch auf die Abrechnung und darauf, worauf es hierbei in der Praxis ankommt.

Andreas Kruschwitz

Andreas Kruschwitz

Vorsitzender des Vorstands
KZV Nordrhein

Andreas Kruschwitz ist niedergelassener Zahnarzt und seit Januar 2023 Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein. Bereits seit 2017 gehört er dem Vorstand der KZV Nordrhein an.

In seiner Tätigkeit in der vertragszahnärztlichen Selbstverwaltung beschäftigt er sich mit den Rahmenbedingungen einer flächendeckenden und wohnortnahen zahnmedizinischen Versorgung. Dabei rücken angesichts des demografischen Wandels auch die besonderen Versorgungsbedarfe älterer und pflegebedürftiger Menschen zunehmend in den Mittelpunkt.

Vortrag: Kooperationsverträge in der Praxis

Gemeinsam mit Elvira Catikkas

Kooperationsverträge schaffen die Grundlage für eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxen und Pflegeeinrichtungen – mit einem klaren Ziel: eine regelmäßige und wohnortnahe zahnmedizinische Betreuung pflegebedürftiger Menschen.

Doch welchen konkreten Nutzen bietet eine solche Kooperation für Zahnarztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Pflegefachpersonen und nicht zuletzt für die pflegebedürftigen Menschen selbst? Der Vortrag zeigt, wie eine gut organisierte Zusammenarbeit gestaltet werden kann und wie die beteiligten Seiten davon profitieren können.

Von der Kooperation zur praktischen Umsetzung: Neben den organisatorischen Aspekten richtet sich der Blick auch auf die Abrechnung und darauf, worauf es hierbei in der Praxis ankommt.

UNSERE FACHVORTRAGENDEN

Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH

Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH

Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin · Bereich Seniorenzahnmedizin,
Universität Leipzig

Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH, gehört zu den ausgewiesenen Expertinnen der Seniorenzahnmedizin. Sie ist Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin und Spezialistin für Seniorenzahnmedizin dieser Fachgesellschaft. An der Universität Leipzig lehrt sie Seniorenzahnmedizin und leitet den Bereich Seniorenzahnmedizin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde.

Neben ihrer zahnmedizinischen Expertise verfügt sie über einen Master of Public Health sowie eine zahntechnische Ausbildung und ist Spezialistin für Zahnärztliche Prothetik und Biomaterialien. Von 2006 bis 2024 war sie in leitender Tätigkeit an der Klinik für Allgemein-, Behinderten- und Seniorenzahnmedizin der Universität Zürich tätig; seit 2006 ist sie Oberärztin an der Universität Leipzig. 2009 wurde sie dort zur außerplanmäßigen Professorin ernannt.

2024 wurde Prof. Dr. Ina Nitschke mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt ihre langjährige wissenschaftliche und gesellschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Seniorenzahnmedizin.

Arbeitsschwerpunkte:

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen die Seniorenzahnmedizin, die zahnmedizinische Prothetik sowie die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Mundgesundheit auch bei zunehmendem Unterstützungsbedarf und bei demenziellen Erkrankungen erhalten oder wiederhergestellt werden kann.

Eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Pflege und Zahnmedizin ist dabei von zentraler Bedeutung. Pflegefachpersonen und Angehörige erleben Menschen mit Demenz im Alltag und kennen ihre individuellen Besonderheiten, während die Zahnmedizin häufig nur punktuell mit den Betroffenen in Kontakt kommt. Ein besserer interprofessioneller Austausch kann helfen, Veränderungen und Schmerzsignale frühzeitig wahrzunehmen und auch bei komplexen ethischen oder rechtlichen Fragestellungen gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden.

Vortrag: Mundgesundheit und Demenz

Wechselwirkungen, gerostomatologischer Wohlfühlfaktor und ethische Aspekte?

Wie können Pflege und Zahnmedizin gemeinsam dazu beitragen, die Mundgesundheit von Menschen mit Demenz zu stärken? Der Vortrag richtet den Blick auf die besonderen Herausforderungen in der Versorgung und auf die unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen beider Berufsgruppen.

Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Ausprägungen demenzieller Erkrankungen und Situationen, in denen Betroffene Schmerzen oder Beschwerden möglicherweise nicht eindeutig kommunizieren können. Dabei werden auch ethische und rechtliche Fragestellungen sowie die Grenzen zahnmedizinischer Behandlung thematisiert.

Gemeinsam für mehr Mundgesundheit: Wie können Pflege und Zahnmedizin ihr Wissen besser miteinander verbinden und dazu beitragen, dass sich Menschen mit Demenz auch in der zahnmedizinischen Versorgung möglichst sicher und gut aufgehoben fühlen?

Prof. Dr. rer. medic. Annett Horn

Prof. Dr. rer. medic. Annett Horn

Professorin für Pflegewissenschaft mit Schwerpunkt Public Health Nursing ·
FH Münster

Prof. Dr. rer. medic. Annett Horn ist Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin, Pflegeexpertin für Menschen im Wachkoma und examinierte Krankenschwester. Nach ihrem Studium der Pflegewissenschaft an der Hochschule Osnabrück war sie unter anderem als Pflegewissenschaftlerin an der Universität Witten/Herdecke sowie als Senior Researcher an der Universität Osnabrück und der Hochschule Bielefeld tätig. 2007 promovierte sie an der Universität Witten/Herdecke.
Nach Vertretungsprofessuren für Pflegewissenschaft an der Universität Osnabrück und der FH Bielefeld ist sie seit September 2020 Professorin für Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Public Health Nursing an der FH Münster. Ihre wissenschaftliche Arbeit verbindet Pflegepraxis, Public Health und die Weiterentwicklung gesundheitlicher Versorgungsstrukturen.

Arbeitsschwerpunkte:

Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören Prävention und Gesundheitsförderung im Alter, die Stärkung der Gesundheitskompetenz von Pflegebedürftigen und Angehörigen sowie die Implementierung gesundheitsfördernder Maßnahmen in der Pflegepraxis. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse in die praktische Versorgung zu übertragen.

Dabei beschäftigt sie sich auch mit der Versorgung von Menschen mit kognitiven Einschränkungen und mit der Frage, wie Gesundheitsförderung und pflegerische Unterstützung alltagsnah gestaltet werden können. Zu ihren Veröffentlichungen zählen unter anderem Beiträge zur Mobilitäts- und Bewegungsförderung bei Menschen mit Demenz sowie zur Gesundheitsförderung in der stationären Altenbetreuung.

Vortrag: Förderung der Mundgesundheit in der Pflege

Gemeinsam mit Dr. Elmar Ludwig

Expertenstandard, Workshop und Tipps 

Wie lässt sich Mundgesundheit wirksam und nachhaltig in den Pflegealltag integrieren? Im Mittelpunkt steht der 2023 veröffentlichte DNQP-Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“, der erstmals interdisziplinär von Pflege und Zahnmedizin entwickelt wurde. Der Vortrag zeigt seine Bedeutung für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Mundpflege und schlägt die Brücke von wissenschaftlicher Evidenz zur praktischen Umsetzung.

Anhand der Plattform „mund-pflege.net“ werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Pflege- und Praxisalltag vorgestellt. Dazu gehören geeignete Pflege- und Hilfsmittel, praktische Mundpflegetechniken für Menschen mit Unterstützungsbedarf, der Umgang mit Zahnersatz und Mundtrockenheit sowie Möglichkeiten, diese Inhalte in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu vermitteln.

Von der Evidenz in den Pflegealltag: Prof. Dr. Annett Horn und Dr. Elmar Ludwig verbinden die Perspektiven von Pflegewissenschaft und Zahnmedizin und zeigen, wie interprofessionelle Zusammenarbeit dazu beitragen kann, Mundgesundheit dauerhaft in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu verankern.

Dr. Elmar Ludwig

Dr. Elmar Ludwig

Stellv. Vorsitzender im Ausschuss Alterszahnmedizin der Bundeszahnärztekammer ·
Referent für Geriatrische Zahnmedizin der LZK Baden-Württemberg

Dr. Elmar Ludwig ist seit vielen Jahren in der Alters- und Seniorenzahnmedizin tätig. Nach seiner Tätigkeit in der Zahnärztlichen Prothetik an der Universität Ulm von 2000 bis 2008 ist er seit 2009 in einer Gemeinschaftspraxis in Ulm niedergelassen. Seit 2014 betreut er als Kooperationszahnarzt pflegebedürftige Menschen in Einrichtungen und verfügt damit über langjährige praktische Erfahrung an der Schnittstelle zwischen ambulanter Zahnmedizin und Pflege.
Von 2019 bis 2023 wirkte er in der Arbeitsgruppe zum Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“ mit und ist seit 2019 Mitinitiator der Plattform „mund-pflege.net“. Von 2020 bis 2026 gehörte er dem Koordinatorenteam der S2k-Leitlinie „Zahnmedizinische Betreuung des geriatrischen Patienten“ an.

Arbeitsschwerpunkte:

Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der geriatrischen Zahnmedizin, der zahnmedizinischen Betreuung pflegebedürftiger Menschen und der praktischen Umsetzung von Mundgesundheitsmaßnahmen im Pflegealltag. Dabei verbindet er die Erfahrungen aus der zahnärztlichen Praxis und der aufsuchenden Betreuung mit der Entwicklung interprofessioneller Versorgungsansätze.
Ein besonderer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit von Zahnmedizin und Pflege. Mit seiner Mitarbeit am Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“ und als Mitinitiator von „mund-pflege.net“ engagiert er sich dafür, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen in konkrete, alltagstaugliche Maßnahmen für Pflegefachpersonen, zahnmedizinische Teams und Menschen mit Unterstützungsbedarf zu übertragen.

Vortrag 1: Förderung der Mundgesundheit in der Pflege

Gemeinsam mit Prof. rer. medic. Annett Horn

Expertenstandard, Workshop und Tipps 

Wie lässt sich Mundgesundheit wirksam und nachhaltig in den Pflegealltag integrieren? Im Mittelpunkt steht der 2023 veröffentlichte DNQP-Expertenstandard „Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“, der erstmals interdisziplinär von Pflege und Zahnmedizin entwickelt wurde. Der Vortrag zeigt seine Bedeutung für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Mundpflege und schlägt die Brücke von wissenschaftlicher Evidenz zur praktischen Umsetzung.

Anhand der Plattform „mund-pflege.net“ werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Pflege- und Praxisalltag vorgestellt. Dazu gehören geeignete Pflege- und Hilfsmittel, praktische Mundpflegetechniken für Menschen mit Unterstützungsbedarf, der Umgang mit Zahnersatz und Mundtrockenheit sowie Möglichkeiten, diese Inhalte in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu vermitteln.

Von der Evidenz in den Pflegealltag: Prof. Dr. Annett Horn und Dr. Elmar Ludwig verbinden die Perspektiven von Pflegewissenschaft und Zahnmedizin und zeigen, wie interprofessionelle Zusammenarbeit dazu beitragen kann, Mundgesundheit dauerhaft in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu verankern.

Vortrag 2: Zahnmedizinische Betreuung von Menschen mit Demenz

Herausforderungen und Maßnahmen

Wie lassen sich Menschen mit Demenz auch bei zunehmender Komplexität sicher und bedarfsgerecht zahnmedizinisch versorgen? Im Mittelpunkt stehen die Empfehlungen der S2k-Leitlinie „Zahnmedizinische Betreuung geriatrischer Patienten“ und deren praktische Umsetzung im zahnärztlichen Alltag. Dabei spielen insbesondere bei Menschen mit Demenz auch Fragen der rechtlichen Vertretung, Aufklärung und Behandlungsplanung eine wichtige Rolle.

Anhand konkreter Fallbeispiele aus Pflege und Zahnmedizin zeigt Dr. Elmar Ludwig unter anderem, wie Validation in der Behandlung eingesetzt werden kann, welche Maßnahmen bei Schluckstörungen zur Verringerung der Aspirationsgefahr beitragen und wie Schmerzen sowie Wunsch und Wille von Menschen mit Demenz besser eingeschätzt werden können.

Von der Prävention bis zur Grenze ambulanter Versorgung: Der Vortrag zeigt mögliche Therapiestrategien im ambulanten Setting und thematisiert zugleich Situationen, in denen eine ambulante Behandlung an ihre Grenzen stößt und eine interprofessionell abgestimmte stationäre Versorgung erforderlich werden kann.

Sabine Hornemann-Kriete

Sabine Hornemann-Kriete

Pflegefachkraft · Qualitätsmanagement und Pflegeberatung ·
Mitglied der Kammerversammlung der Pflegekammer NRW

Sabine Hornemann-Kriete ist erfahrene Pflegefachkraft und im Bereich Qualitätsmanagement sowie in der Pflegeberatung tätig. In einem regionalen Beratungsbüro begleitet sie Pflegebedürftige und Angehörige bei Fragen rund um Pflege und Versorgung – unter anderem zu Pflegegraden, Leistungen der Pflegeversicherung sowie Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.

Darüber hinaus engagiert sie sich berufspolitisch und regional für die Pflege. Als gewählte Vertreterin der Altenpflege im Regierungsbezirk Detmold gehört sie der Kammerversammlung der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen an und wirkt dort unter anderem in den Arbeitsgruppen Altenpflege und Qualitätsindikatoren mit. Zudem ist sie im Netzwerk Pflege im Kreis Höxter aktiv.

Arbeitsschwerpunkte:

Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der praktischen Pflege und Pflegeberatung, im Qualitätsmanagement sowie in der Begleitung pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen. Dabei verbindet sie Erfahrungen aus dem unmittelbaren Pflegealltag mit Fragen der Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung pflegerischer Versorgung.
Einen besonderen Stellenwert hat für sie die Perspektive der Menschen, die täglich mit Pflegebedürftigkeit und kognitiven Einschränkungen umgehen. Diese Praxiserfahrung bringt sie in den interprofessionellen Austausch mit der Zahnmedizin ein

Vortrag: Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz 

Was die Zahnmedizin von der Pflege lernen kann

Wie gelingt Kommunikation und Zusammenarbeit, wenn Menschen mit Demenz Angst, Unruhe oder Abwehr zeigen? Der Vortrag richtet den Blick auf Erfahrungen und Strategien aus dem Pflegealltag, die auch für zahnmedizinische Behandlungssituationen wertvoll sein können.

Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen kognitiver Einschränkungen auf Kommunikation und Kooperation, der Umgang mit Abwehrverhalten sowie Möglichkeiten zur Vertrauensbildung und Deeskalation. Dabei wird auch die Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz aufgegriffen und auf Situationen in der Zahnarztpraxis übertragen.

Von der Pflege für die Zahnmedizin: Wie können verständliche Sprache, nonverbale Kommunikation und eine demenzsensible Beziehungsgestaltung dazu beitragen, Vertrauen aufzubauen, Abwehr zu reduzieren und zahnmedizinische Behandlungssituationen für Menschen mit Demenz besser zu gestalten?

Elvira Catikkas

Elvira Catikkas

Leiterin der Stabsstelle Grundsatzfragen & Strategie
KZV Nordrhein

Elvira Catikkas ist bei der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein tätig und leitet dort die Stabsstelle Grundsatzfragen & Strategie. In ihrer beruflichen Tätigkeit beschäftigt sie sich mit Fragestellungen der vertragszahnärztlichen Versorgung sowie deren organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen. Als Referentin bringt sie insbesondere ihre Expertise zu Kooperationsverträgen und deren praktischer Umsetzung ein.

Arbeitsschwerpunkte:

Zu ihren fachlichen Schwerpunkten gehören Fragen der vertragszahnärztlichen Versorgung sowie die organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxen und Pflegeeinrichtungen.
Im Mittelpunkt ihres Beitrags zum „Forum Pflege trifft Zahnmedizin“ stehen Kooperationsverträge in der Praxis: Wie kann eine verlässliche Zusammenarbeit gestaltet werden, welchen Nutzen bietet sie für Zahnarztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Pflegefachpersonen und Pflegebedürftige – und was ist bei der Abrechnung zu beachten?

Vortrag: Kooperationsverträge in der Praxis

Gemeinsam mit Andreas Kruschwitz

Kooperationsverträge schaffen die Grundlage für eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxen und Pflegeeinrichtungen – mit einem klaren Ziel: eine regelmäßige und wohnortnahe zahnmedizinische Betreuung pflegebedürftiger Menschen.

Doch welchen konkreten Nutzen bietet eine solche Kooperation für Zahnarztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Pflegefachpersonen und nicht zuletzt für die pflegebedürftigen Menschen selbst? Der Vortrag zeigt, wie eine gut organisierte Zusammenarbeit gestaltet werden kann und wie die beteiligten Seiten davon profitieren können.

Von der Kooperation zur praktischen Umsetzung: Neben den organisatorischen Aspekten richtet sich der Blick auch auf die Abrechnung und darauf, worauf es hierbei in der Praxis ankommt.

Andreas Kruschwitz

Andreas Kruschwitz

Vorsitzender des Vorstands
KZV Nordrhein

Andreas Kruschwitz ist niedergelassener Zahnarzt und seit Januar 2023 Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein. Bereits seit 2017 gehört er dem Vorstand der KZV Nordrhein an.

In seiner Tätigkeit in der vertragszahnärztlichen Selbstverwaltung beschäftigt er sich mit den Rahmenbedingungen einer flächendeckenden und wohnortnahen zahnmedizinischen Versorgung. Dabei rücken angesichts des demografischen Wandels auch die besonderen Versorgungsbedarfe älterer und pflegebedürftiger Menschen zunehmend in den Mittelpunkt.

Arbeitsschwerpunkte:

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Sicherstellung und Weiterentwicklung der vertragszahnärztlichen Versorgung sowie die gesundheitspolitischen und strukturellen Rahmenbedingungen für Zahnarztpraxen in Nordrhein.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Versorgung vulnerabler Patientengruppen. Kooperationsverträge zwischen Zahnarztpraxen und stationären Pflegeeinrichtungen schaffen hierfür verlässliche Strukturen: Sie fördern regelmäßige Betreuung, Prävention und Früherkennung und stärken zugleich die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen Zahnmedizin und Pflege.

Vortrag: Kooperationsverträge in der Praxis

Gemeinsam mit Elvira Catikkas

Kooperationsverträge schaffen die Grundlage für eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Zahnarztpraxen und Pflegeeinrichtungen – mit einem klaren Ziel: eine regelmäßige und wohnortnahe zahnmedizinische Betreuung pflegebedürftiger Menschen.

Doch welchen konkreten Nutzen bietet eine solche Kooperation für Zahnarztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Pflegefachpersonen und nicht zuletzt für die pflegebedürftigen Menschen selbst? Der Vortrag zeigt, wie eine gut organisierte Zusammenarbeit gestaltet werden kann und wie die beteiligten Seiten davon profitieren können.

Von der Kooperation zur praktischen Umsetzung: Neben den organisatorischen Aspekten richtet sich der Blick auch auf die Abrechnung und darauf, worauf es hierbei in der Praxis ankommt.

EINE GEMEINSAME VERANSTALTUNG VON